Diabetiker: Gewicht verlieren –
aber richtig
Keine lange Freude an kurzer Kur
Pfunde loswerden, an Gewicht verlieren! Die Medien sind voll von Tipps, wie das geht. Besonders Saftkuren, Reisdiäten oder Obsttage versprechen dabei neben raschem Gewichtsverlust auch noch positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Kilos purzeln lassen, dabei entschlacken und auch noch Vitamine tanken – wer will das nicht?
Kein Wunder, dass auch Menschen mit Diabetes sich angesprochen fühlen – zumal ihnen der Arzt meist zum Abnehmen rät und Ernährungsberater ohnehin empfehlen, viel Obst und Gemüse zu essen.
Dennoch: Auch Kurzkuren mit gesunden Lebensmitteln sind für Diabetiker nur schlecht geeignet, denn der Gewichtsverlust ist ganz generell meist nur von kurzer Dauer.
Erfolgversprechend: Ernährungsumstellung
Wer sein Gewicht langfristig reduzieren möchte, der muss seine Ernährung grundlegend umstellen. Experten empfehlen eine abwechslungsreiche, kalorienarme Nahrung, die ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlehydraten, Proteinen und Fetten aufweist. Kurzkuren können höchstens ein Einstieg sein – vor allem für Diabetiker vom Typ 2, die noch keine Medikamente benötigen.
Vorsicht: Saftfasten ist nicht empfehlenswert
Besonders aufpassen sollten Diabetiker, bei denen der Blutzuckerspiegel mit Tabletten oder Insulin reguliert wird. Für sie sind Nulldiäten tabu, und auch Saftfasten ist nicht zu empfehlen. Generell sollte die tägliche Energiezufuhr nicht unter 1200 Kilokalorien liegen, denn: Werden extrem wenig Kohlehydrate zugeführt, so kann es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommen. Dr. Thorsten Petruschke, Bayer HealthCare: „Vor allem Typ-2-Diabetiker, die blutzuckersenkende Tabletten einnehmen, unterschätzen manchmal diese Gefahr. Das liegt daran, dass die Wirkung der Tabletten über viele Stunden hinweg anhält. So kann es vorkommen, dass ein Unwohlsein am Nachmittag nicht mit der Tabletteneinnahme am Vormittag und dem sparsamen Mittagessen in Verbindung gebracht wird.“
Vor jeder Diät: Gespräch mit dem Arzt suchen
Unterzuckerung während einer Diät lässt sich vermeiden, wenn man zuvor den behandelnden Arzt zu Rate zieht. Er kann die Medikamentendosis an die veränderte Ernährungsweise anpassen.
Ebenfalls nötig, um einer Unterzuckerung vorzubeugen: regelmäßige Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels – etwa mit den Blutzuckermessgeräten Contour oder Breeze von Bayer. Durch die automatische Codierung liefern sie – ohne großen Aufwand – besonders zuverlässige Ergebnisse und ermöglichen zudem schnelles und unkompliziertes Messen. Regelmäßige Blutzuckerbestimmung vor und nach dem Essen wird so zur Routine – egal ob daheim oder unterwegs.
Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

